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DATENREPORT ZUM BERUFSBILDUNGSBERICHT 2013

A3.2.4 Zusammenfassung

Im Berichtsjahr 2011/2012 waren von allen bei der BA gemeldeten Bewerbern und Bewerberinnen um eine Berufsausbildungsstelle 31 % Altbewerber/- innen. Die Altbewerberquote ist unter den weiblichen Bewerberinnen höher als unter den männlichen Bewerbern. Altbewerber/- innen sind wesentlich häufiger bereits volljährig als die sonstigen Bewerber/- innen. In den schulischen Voraussetzungen unterscheiden sich beide Gruppen jedoch kaum: Altbewerber/- innen haben ebenso hohe Schulabschlüsse, und ihre Schulnoten in Deutsch und Mathematik sind nahezu gleich gut wie die der übrigen Bewerber/- innen. Ihre Aussichten, einen betrieblichen Ausbildungsplatz zu erhalten, sind dennoch weitaus schlechter. Besonders auffällig sind dabei die großen Chancenunterschiede zwischen beiden Bewerbergruppen bei Vorliegen eines mittleren Schulabschlusses. Altbewerber/- innen sind dementsprechend im Vergleich zu sonstigen Bewerbern und Bewerberinnen insgesamt deutlich unzufriedener mit ihrer beruflichen Situation: Mehr als doppelt so oft empfinden sie diese als Notlösung oder Sackgasse.

Von den gemeldeten Ausbildungsstellenbewerbern und - bewerberinnen des Berichtsjahrs 2011/2012 wiesen 25 % einen Migrationshintergrund auf. Bewerber/- innen mit Migrationshintergrund waren im Vergleich zu Bewerbern und Bewerberinnen ohne Migrationshintergrund älter und verfügten über schlechtere Bildungsabschlüsse. Die geringeren Schulabschlüsse von Migrantinnen und Migranten können jedoch nicht als Erklärung für ihre schlechteren Zugangschancen in eine betriebliche Ausbildungsstelle herangezogen werden. Selbst wenn die Abschlüsse der Bewerber/- innen berücksichtigt wurden, mündeten Jugendliche ohne Migrationshintergrund wesentlich häufiger in eine betriebliche Ausbildungsstelle ein.

Der relativ hohe Anteil von Altbewerbern und Altbewerberinnen sowie Bewerbern und Bewerberinnen mit Migrationshintergrund unter den offiziell unbekannt verbliebenen Bewerbern und Bewerberinnen weist nicht nur auf das Problem hin, dass diese Jugendlichen verstärkt aus den offiziellen Statistiken „verschwinden“. Vielmehr besteht auch die besondere Gefahr, dass sie auf Dauer ohne vollqualifizierende Ausbildung bleiben, wenn sie von den Vermittlungs- und Unterstützungsbemühungen der Arbeitsverwaltung nicht mehr erreicht werden.

(Ursula Beicht, Verena Eberhard, Julia Gei)

Bibliografischer Hinweis

Internetversion des BIBB-Datenreports zum Berufsbildungsbericht 2013 - Informationen und Analysen zur Entwicklung der beruflichen Bildung. Hrsg.: Bundesinstitut für Berufsbildung, Bonn (2013).

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